Theater für die Ohren – Hörspiele

Im Hör­spiel tref­fen Spra­che, Klän­ge und Musik auf­ein­an­der, um gemein­sam eine Geschich­te vor den Ohren der Hören­den leben­dig wer­den zu las­sen.

Dieses Konzept kann flexibel aus verschiedenen Lerneinheiten zusammengesetzt werden:

  • In kurzen Vorträgen zur Geschichte des Hörspiels werden die geschichtlichen und ästhetischen Hintergründe beleuchtet. Diese werden begleitet von Klangbeispielen und einem Austausch über die Höreindrücke.
  • In der gestalterischen Praxis werden eigene Geschichten zu Hörspielkonzepten entwickelt und produziert. Das Genre reicht hierbei je nach Zielgruppe und Interesse vom Kinderhörspiel bis zum experimentellen Hörspiel.
  • Im softwarepraktischen Teil geht es um die kreative Anwendung von Audio-Editing und Collagetechniken, um das Erstellen von Foley-Soundeffekten (Geräusche) und um verschiedene Aufnahmetechniken von Umgebungsgeräuschen und Sprache.

Das Konzept arbeitet mit einem didaktischen Ansatz, der erläuternde Vorträge mit Phasen eigenständigen Arbeitens sowie der Reflexion der gehörten Resultate verbindet.

 

Ziel dieses Konzepts ist ein Verständnis für das Zusammenspiel von Klängen, Sprache und Musik, um daraus ein Hörspiel zu gestalten. Die Teilnehmenden lernen elektronische Musik als Bestandteil von Narration kennen. Im Zuge dessen wird auch ein technisches Verständnis für die gängigen Verfahren der elektroakustischen Klanggestaltung vermittelt. Dazu gehören z.B. verschiedene Aufnahmetechniken, Audio-Montage und Dialog-Editing. Begleitend kann ein durch Höranalysen veranschaulichter Überblick über die Geschichte des Hörspiel gegeben werden.

Nach Abschluss sollen die Teilnehmer über die notwendigen theoretischen, technischen und gestalterischen Grundlagen verfügen, um eigenständig ein Hörspielkonzept zu entwickeln und dieses auditiv zu gestalten.

 

Fürs Aufnehmen, Editieren, Collagieren und Mixen wird die DAW-Software Reaper verwendet. Für Klangtransformationen werden die levTools und andere freie Software, wie. z.B. Audacity, genutzt.

Die kulturgeschichtliche Einführung und die Erläuterung der technischen Verfahren eignen sich besonders für Lernende ab dem 15. Lebensjahr ohne Beschränkung nach oben. Der praktische Teil des Konzepts kann auch mit jüngeren Teilnehmern durchgeführt werden.