Klangkino – elektronische Musik im Film

Die unter­ma­len­den Klän­ge sind ein leicht zu unter­schät­zen­des, weil oft sub­ti­les Ele­ment von Fil­men. Wür­den sie feh­len, wür­de die Bil­der in der Regel nicht mehr wir­ken wie zuvor. Nun sind Fil­me in ihrer musi­ka­li­schen Gestal­tung häu­fig sehr expe­ri­men­tell. Was ohne die Bil­der für den Zuhö­rer fremd, viel­leicht sogar absurd klin­gen wür­de, ist als Unter­ma­lung plötz­lich selbst­ver­ständ­lich und unter­halt­sam. Dabei haben in der Geschich­te der Film­mu­sik elek­tro­ni­sche Instru­men­te eine lan­ge Tra­di­ti­on. Beis­spiels­wei­se wur­de bereits das bedroh­li­che Zwit­schern von Alfred Hitch­cocks Vögeln im gleich­na­mi­gen Klas­si­ker auf dem Trau­to­ni­um, einem frü­hen elek­tro­ni­schen Musik­in­stru­ment, erzeugt.

Dieses Konzept hat zwei Schwerpunkte:

Die praktische Gestaltung von Soundtracks und Klangeffekten für Kurzfilme und der Einblick in die Geschichte der elektronischen Filmmusik. Je nach zeitlichem Rahmen und inhaltlichen Vorstellungen der Beteiligten kann das Konzept eher die Kulturgeschichte oder die kreative Gestaltung betonen.

Ein beispielhafter Aufbau wäre wie folgt:

  • Anschauen und -hören einiger älterer und aktueller Beispiele für markante Klanggestaltung von Filmen
  • Analyse und Besprechung dieser Beispiele
  • Auf Basis dieser Auseinandersetzung die Entwicklung eigener Projektideen
  • Durchführung der Projekte in Gruppen

Das zentrale Ziel dieses Konzepts sind Verständnis und gestalterische Fähigkeiten für das Zusammenspiel von Bildern und Klängen im Tonfilm, wobei vor allem die subtile, aber intensive Wirkung der Klänge entdeckt werden soll. Dabei soll kulturgeschichtliches Wissen über elektronische Musik im Film vermittelt werden.

Zur kreativen Gestaltung der Filmmusik werden frei verfügbare, elektronische Musikinstrumente für den Computer oder das Smartphone eingesetzt. Aufgenommen und geschnitten wird ebenfalls mit dem Computer.

Dieses Konzept richtet sich an Jugendliche ab 10 Jahren und Neugierige jeden Alters. Durch eine Anpassung der Inhalte lässt es sich auch mit jüngeren umsetzen.