Wolken aus Sound – Granularsynthese

Die Gra­nu­lar­syn­the­se ist eine recht jun­ge Art der Gestal­tung elek­tro­ni­scher Klän­ge. Das beson­de­re an ihr ist ihr gedank­li­cher Ansatz: Klän­ge sind zusam­men­ge­setzt aus kleins­ten zeit­li­chen Teil­chen. Sie kön­nen daher aus­ein­an­der genom­men und voll­kom­men neu zusam­men­ge­setzt wer­den. Ein biss­chen wie LEGO.

Die Granularsynthese bietet viele interessante inhaltliche und gestalterische Ansätze, die je nach Bedarf ins Zentrum des Konzepts gerückt werden können:

  • die granulare Praxis: Klänge finden, aufnehmen und diese dann als Material für Granularsynthese benutzen
  • Gestaltung und Aufführung eines Stück unter Einsatz granularer Sythese
  • die Technik der Granularsynthese
  • eigene granulare Instrumente programmieren
  • granulare Komposition und jüngere Musikgeschichte
  • philosophische Aspekte der Granularsynthese: Das Soundquant und die akustische Unschärferelation

Je nach zeitlichen und inhaltliche Vorgaben kann das Konzept aus diesen Inhalten zusammengesetzt werden. In der Umsetzung wechseln sich dann Vorträge ab mit praktischen Übungen, in denen das vorher besprochene vertieft wird.

Neben einem allgemeinen Grundverständnis für das Thema kann in diesem Konzept eine vollkommen neue Perspektive auf Klang entdeckt werden. Die technische Dimension der Granularsynthese ist dabei recht bedeutsam, aber im Prinzip einfach zu verstehen. Außerdem wird hier ein relevanter Abschnitt jüngerer Musikgeschichte thematisiert.

Im praktischen Teil soll eine Sensibilität für die akustische Umwelt entwickelt werden: Man muss aufmerksam und bewusst zuhören, um Klänge zu finden, die sich als gutes Ausgangsmaterial der Granularsynthese eignen. Darüberhinaus werden praktische Fähigkeiten bei der Gestaltung elektronischer Klänge und Stücke vermittelt.

Das Smartphone wird als Aufnahmegerät verwendet. Das granulare Modul [grin] aus den lev-Tools und andere granulare Softwaresynthesizer werden zur granularen Gestaltung eingesetzt.

Dieses Konzept richtet sich an Jugendliche ab 13 Jahren und Neugierige jeden Alters. Durch eine Anpassung der Inhalte lässt es sich auch mit jüngeren umsetzen.