Sound Check – elektronische Klangsynthese

Elek­tro­ni­sche Klän­ge sind der­zeit stän­dig und über­all zu hören. Nicht nur in ihren spe­zi­el­len Gen­res, son­dern sie beein­flus­sen auch immer stär­ker ande­re Sti­lis­ti­ken (z-B- Rock oder Hip­Hop). Dar­über hin­aus haben elek­tro­ni­sche Ver­fah­ren aber auch eine all­ge­mei­ne Bedeu­tung für Musik­kul­tur, indem sie auf die phy­si­ka­li­schen und mathe­ma­ti­schen Wur­zeln der Musik ver­wei­sen.

Das Konzept basiert auf kurzen Vorträgen und daran anknüpfenden, eigenständigen praktischen Übungen, in denen das Besprochene angewendet und verinnerlicht wird. Am Ende steht ein längeres praktisches Projekt, um ein abschließendes Produkt zu gestalten.

Ausgehend von einer Erläuterung der harmonischen Sinusschwingung und ihrer Bedeutung als Grundbaustein eines jeden Klangs wird thematisiert, wie komplexe Töne unterschiedlicher Art entstehen und schließlich durch anschließende Verfahren weiter geformt werden können. Dabei liegt der Fokus auf klassischen Methoden der elektronischen Klangsynthese (additive Synthese, subtraktive Synthese, Waveshaping, Lautstärke- und Filterhüllkurven), auch um die kulturgeschichtliche Entwicklung der elektronischen Klangsynthese zu berücksichtigen.

Schließlich werden die Inhalte praktisch angewendet, indem die Teilnehmenden mit einem Synthesizer ihren eigenen Sound gestalten. Alternativ können die Teilnehmenden in dieser Phase auch gezielt Beispiele aus ihrer eigenen musikalischen Lebenswelt nach elektronischer Klangsynthese untersuchen.

Das Ziel dieses Konzepts ist die Vermittlung eines Grundverständnisses der elektronischen Klangerzeugung hinsichtlich ihrer Ästhetik, ihrer technischen Funktionsweise und ihrer Kulturgeschichte.

Im Zuge dessen werden auch grundlegende Kenntnisse über die Klangphysik vermittelt. Überhaupt werden musikalische mit physikalischen Inhalten verknüpft. Die physikalischen Prinzipien hinter der elektronischen Klangsynthese sind auch auf die Klänge normaler Instrumente anwendbar, sodass auch hier das Verständnis vertieft werden kann.

Nach Abschluss des Konzepts soll das Gelernte in der kreativen musikalischen Praxis gezielt anwendbar sein. Außerdem soll musikalische Medienkompetenz gestärkt werden, indem ein ästhetisches und technisches Verständnis für elektronische Klänge in der eigenen musikalischen Lebenswelt vermittelt wird.

Die zentralen Werkzeuge dieses Konzepts sind die levTools und das loop-Ensemble. Sie dienen sowohl als Musikinstrumente und Experimentierumgebung. Der inhaltliche Aufbau des Konzepts orientiert sich an dem modularen Aufbau dieser Software.

Die levTools und das loop-Ensemble sind frei zugänglich und verwendbar.

Dieses Konzept eignet sich für Lernende ab dem 13. Lebensjahr, kann aber durch inhaltliche Anpassungen mit Jüngeren durchgeführt werden. Eine Altersgrenze nach oben existiert nicht.